Cupcakes,  Rezepte

Vanille Cupcakes

Der Klassiker und ein absolut einfacher Cupcake, der köstlich ist und spontan eine gute Figur macht, wenn sich Besuch ankündigt. Allerdings gibt es tausend Rezepte im Internet, die versprechen, dass es sich um den perfekten Vanille Cupcake handelt und… nun ja hiermit reiht sich ein weiterer Post ein, der genau das behauptet. Es hilft nichts ihr Lieben, einfach ausprobieren und ein eigenes Bild machen! Das hier ist eine Eigenkomposition und mein Liebling unter den Vanille Cupcakes.

Intro

Schwierigkeitsgrad: Leicht   |     Menge: 24 Cupcakes

Achte stets darauf, dass die Butter nicht kalt und hart direkt aus dem Kühlschrank verarbeitet wird, sondern Zimmertemperatur hat und weich ist. Sofern Du Zeit hast, lass sie einfach ein paar Stunden bei Zimmertemperatur weich werden oder sogar über Nacht. Wenn Du es eilig hast, darfst du sie auch in die Mikrowelle stellen, allerdings nur für wenige Sekunden, denn die Butter sollte nicht flüssig werden. Die Eier sollten vorzugsweise Freilandeier der Größe L sein und ebenfalls Zimmertemperatur haben. Wenn sie direkt aus dem Kühlschrank kommen, sind sie zur Verarbeitung und Bindung der Masse zu kalt und vermischen sich nicht optimal-cremig. Aber auch hier kannst Du Dir Abhilfe schaffen, wenn Du es eilig hast. Lege die Eier dafür in ein warmes Wasserbad, bis sie Raumtemperatur haben.


Deine Arbeitsschritte:

  • 1 | Vanille Muffins
  • 2 | Cupcake Frosting

Zutaten

1 | Vanille Muffins

– 250g Butter (weich bei Zimmertemperatur, nicht flüssig)
– 250g Zucker
– 4 Eier
– 250g Mehl (gesiebt)
– 1 TL Backpulver
– 1/2 TL Salz
– 100ml Milch (oder Buttermilch)
– 1 TL Vanilleexktrakt (Paste oder direkt aus der Schote)


2 | Cupcake Frosting (Italienische Buttercreme, Schweizer Art)

– 6 Eiklare
– 300g Zucker (bei weniger Süße 200g)
– Prise Salz (ca. 1/4 TL)
– 450 g Butter (Zimmertemperatur, weich – nicht flüssig)

EINFACHE ALTERNATIVE: Amerikanische Buttercreme

– 500g Butter (Zimmertemperatur, weich – nicht flüssig)
– 300g-500g Puderzucker (gesiebt) – Süßegrad je nach Geschmack
– 4 El Milch
– 1 TL Vanilleextrakt

Die Zubereitung und Spritztechnik zeige ich Dir in meinem Video-Tutorial



Zubereitung

1 | Vanille Muffins:
Schlage zunächst Butter und Zucker 5 Min. cremigweiß. Füge dann die Eier nach und nach hinzu und mixe währenddessen jedes Ei 30 Sekunden in die Masse hinein. So schlägst Du viel Luft unter und das macht Deine Masse schön fluffig. Wenn Du alle Zutaten auf einmal in den Mixer gibst, kommt eine schwere, steife Muffinmasse am Ende raus. Probiere mal den Unterschied. Füge Mehl, Backpulver und Salz in eine Schüssel, verrühre alles mit einem Schneebesen und lasse die trockenen Zutaten durch ein Sieb reinrieseln, damit die Masse besonders fein und glatt wird. Zum Schluss füge Milch und Vanilleexktrakt hinzu und mixe noch einmal 30 Sekunden. Mixe insgesamt nicht zu lang, weil auch zu langes Mixen die Masse wieder schwerer macht. Denk dran, die Cupcakes sollen herrlich leicht und fluffig werden und wie kleine süße Wölkchen im Mund zergehen.


Portioniere die Masse mithilfe zweier Esslöffel oder eines Eisportionierers in das mit Förmchen ausgelegte Muffin-Backblech. Ca. 1 gehäufter EL pro Form sollte reichen.


Tipp: Achte darauf, dass Du die Förmchen nicht bis oben hin füllst, sondern zur Hälfte. Durch Backpulver als Triebmittel werden sie etwas in die Höhe gehen und sollen nach Möglichkeit flach bleiben, nicht aufbrechen. So lassen sie sich später mit dem Frosting schöner herrichten.


Schiebe das Backblech in den auf 165°C vorgeheizten Backofen und backe bei Umluft 20-22 Minuten, solange bis ein Zahnstocher ohne flüssige Reste herauskommt bei der Stichprobe.


2 | Cupcake Frosting:

Als Buttercreme verwende ich hier eine Italienische (Meringue) Buttercreme im Schweizer Verfahren hergestellt – „Swiss Meringue Buttercream“. Welche Buttercreme Grundarten es gibt, habe ich Dir hier zusammengefasst.


Tipp: Bevor Du das Eiweiß vom Eigelb trennst, sorge dafür, dass alles sauber ist. Damit meine ich komplett fettfrei. Deine Hände, die Schüsseln zum Trennen der Eier, die Schneebesen bzw. der Schneebesen-Aufsatz des Standmixers, der Mixbehälter. Warum ist das so wichtig? Sobald ein wenig Fett in die Eiweißmasse gelangt, wird diese nicht steif und erhöht ihr Volumen nicht. Genau das brauchen wir aber für diese Buttercreme. Um sicherzugehen, dass alles fettfrei ist, verwende ein paar Tropfen Essig oder Zitronensaft auf einem Küchentuch zum Reinigen. Denke dran, dass auch keine Eigelbtropfen im Eiweiß enthalten sein dürfen, weil Eigelb viel Fett enthält.

Füge nun Eiweiß, Zucker und Salz (stabilisiert zusätzlich) in eine feuerfeste Schüssel (gerne auch bereits in die Schüssel Deines Standmixers, falls vorhanden). Setze ein Wasserbad auf geringe Hitze. Achte darauf, dass Deine Schüssel das Wasser nicht berührt, sonst wird aus dem Eiweiß schnell Rührei. Nun rühre solange mit einem Silikonschaber oder dergleichen, bis sich der Zucker im Eiweiß aufgelöst hat. Die Masse fängt an zu schäumen, das ist normal. Nur das Eiweiß sollte nicht hart werden, daher stetig rühren bei indirekter Hitzezufuhr durch ein Wasserbad auf niedriger Stufe. Du spürst auch zwischen zwei Fingern, ob sich die Kristalle vollständig aufgelöst haben.

Anschließend kannst Du die Schüssel vom Herd nehmen und mit einem Hand- oder Standmixer 7 – 10 Min. steif schlagen. Steif bedeutet, dass Dir Dein Eischnee (Meringue) nicht vom Löffel oder Schneebesenaufsatz fällt.



Fühle nun, ob Deine Schale schon runtergekühlt ist oder noch warm. Solange sie warm ist, können wir die Butter noch nicht hinzugeben, da sie sonst schmelzen würde. Schlag einfach so lange weiter, bis die Masse komplett Raumtemperatur hat oder wickle Kühlpads in ein Küchentuch und halte es an Deine Schüssel, um die Masse schneller runterzukühlen, wenn Du es eilig hast. Die Butter sollte zimmerwarm sein, weich. Falls Du vergessen hast, sie 1 – 2 Std. vorher rauszustellen, kannst Du die Packung in Deine Hände nehmen und etwas durch Reiben mit Deiner eigenen Körpertemperatur dafür sorgen, dass die Butter weich wird und nicht steinhart ist. Die Mikrowelle braucht wenige Sekunden, aber das Risiko ist hoch, dass sie Dir wegschmilzt, das sollte auch nicht passieren, weil wir Textur brauchen, um aus der Meringue eine Buttercreme zu machen.

Mithilfe eines Messers kannst Du den Butterblock in Würfelstückchen einschneiden und während des Mixvorgangs immer mal je ein Stückchen Butter in die Mixschüssel hineingeben, bis die komplette Menge gleichmäßig verarbeitet wurde. Wenn es zwischendurch aussieht, als würde die Textur brechen, keine Sorge, geduldig weitermachen, zum Schluss erhältst Du eine cremige, softe Buttercreme.


Lass Deine Cupcakes immer erst vollständig abkühlen, bis Du sie weiterverarbeitest. Wenn Dein Frosting fertig ist, deck die Schüssel mit Frischhaltefolie ab, damit die Creme nicht an der Luft trocknet, bis Deine Cupcakes abgekühlt sind und bereit für den finalen Schritt.


Sofern die Cupcakes abgekühlt sind, kannst Du das Frosting sowohl mit einem Spritzbeutel als auch mit einem Löffel oder Buttermesser auftragen. Das ist ganz Dir überlassen.







Tipp: Bei dieser Variation habe ich frischgepressten Limettensaft (Menge je nach Bedarf) und die Zeste einer Zitrone (Schalenabrieb) sowohl in die Rührmasse als auch in die Buttercreme gemischt. Meine Cupcakes habe ich mit Limettenscheiben und Minzblättern sowie einer Prise Rohrzucker garniert. Sie dufteten und schmeckten wie der IPANEMA COCKTAIL (Virgin Caipirinha) in Form eines Cupcakes. Probier’s mal aus und lass mich wissen, ob es Deinen Geschmack trifft!


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